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Gruppenausflug an den Eppenberg

28/05/2018

Der erste Schritt
Ein fachlich ausgebildeter Sozialpädagoge im Bereich Erlebnispädagogik und Klettern und ein Sozialpädagoge in Ausbildung haben mit den Jugendlichen ein Wochenende durchgeführt. Im Mittelpunkt stand dabei die Auseinandersetzung mit Hürden, und deren Überwindung. Beim Frühstück am Samstag konnten, durch die Beantwortung offener Fragen, bei den Jugendlichen bereits einige Ängste abgebaut werden. Anschliessend ging es an eine kleinere Felswand am Eppenberg zum Abseilen. Die Jugendlichen waren mit einer neuen Situation konfrontiert. Es galt für sie, das Bekannte, die Komfortzone zu verlassen und sich im Vertrauen auf ihre Fähigkeiten der neuen Herausforderung zu stellen. Nach einer Einweisung in das Material und Erklärungen zur richtigen Technik, stand einer nach dem anderen an der Felskannte und musste sich überwinden, den ersten Schritt zu machen. Mit dem wachsenden Vertrauen in das Material, und der erfahrenen Selbstwirksamkeit wurde jeder Schritt etwas leichter als der letzte, bis irgendwann das Ziel erreicht war.

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Die Abseilübung kann gut mit alltäglichen Herausforderungen verglichen werden. Beispielsweise mit dem Einstieg in die Lehre. Der Schritt in die Lehre erfordert Mut, sich etwas Neuem zu stellen und das gewohnte Umfeld zu verlassen. Mit positiven Rückmeldungen und erfahrener Selbstwirksamkeit soll das Selbstvertrauen stetig wachsen und die Jugendlichen anspornen.

Selbstüberschätzung
Am Sonntag gingen wir erneut an den Eppenberg, diesmal jedoch an die grosse Wand. Durch das positive Erlebnis vom Vortag ist bei den Jugendlichen die Lust auf eine grössere Herausforderung geweckt worden. Die Wand schien von unten schon hoch, trotzdem schienen sie gewillt, die Herausforderung anzugehen. Als wir jedoch auf die Oberseite des Plateaus wanderten, machte sich bei ihnen ein mulmiges Gefühl im Bauch breit. Die Höhe war furchteinflössend und schlussendlich wurde von der Gruppe einstimmig entschieden, dass diese Hürde doch zu gross schien.

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Im Alltag werden die Jugendlichen immer wieder mit ihren Grenzen konfrontiert. Und das kann frustrierend sein. Vor allem, wenn sie sich eingestehen müssen, sich übernommen zu haben und die Aufgabe nicht alleine, oder noch nicht meistern können. Entscheidend ist dabei ihr Umgang mit der Situation…

Zurück auf Feld eins
Nach der Besichtigung der grossen Wand ging es erneut an die kleinere Wand. Der Frust bei den Jugendlichen war bald verflogen und es wurde bis in den frühen Abend hinein, einer nach dem anderen, an der Felswand heruntergelassen. Es konnte weiter geübt, und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufgebaut werden. Am Schluss war klar, die grosse Felswand werden wir uns das nächste Mal vornehmen.

Bericht erstellt durch die Sozialpädagogik
WG 2

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