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Hornussen, 05.05.2018

07/06/2018

Hornussen mit der Wohngruppe 1,  05.05.2018

 Wie jedes Jahr zu dieser Zeit brachten wir die WG 1 durch einen ausgiebigen Frühlingsputz wieder auf Vordermann. Dafür investierten wir den Freitagabend und Samstagmorgen. Wie geplant schafften wir es pünktlich zum wohlverdienten Mittagessen fertig zu werden, welches zur Freude aller Beteiligten, vom Kebabhüsli geliefert wurde.

Traditionell folgte dem „Chrampfen“ nun noch Spiel und Spass. Dieses Mal organisierte die Praktikantin A. etwas was noch niemand wirklich kannte: Wir gingen nach Rütschelen BE um eine unserer traditioneller Schweizer Nationalsportarten kennenzulernen, das HORNUSSEN.

Als wir nach geraumer Zeit Langenthal hinter uns liessen, bemerkten die Jungs, dass wir uns in ungewohnt ländlicher Umgebung befinden. Am Ende des Dorfes Rütschelen, idyllisch am Waldrand gelegen, sichteten wir das Hornusserhüttli wo uns zwei Hornusser des HG Rütschelen erwarteten um uns in den Sport einzuführen. Zuerst wurde kurz der Spielablauf erklärt: In der heutigen Spielweise befördert der Schläger den «Nouss» (Hornuss) mit dem elastischen Stecken vom Abschlagbock in Richtung des «Ries» (gegnerisches Feld). Die dort aufgestellten «Abtuer» der gegnerischen Mannschaft versuchen, den Nouss mit vorgehaltener oder hochgeworfener Schindel so früh als möglich aufzuhalten, bevor dieser den Boden berührt. Genau, dies klingt ziemlich komisch und ist definitiv schwerer als es aussieht. Nach der Theorie führten sie uns vor wie ein gelungener Schlag aussehen sollte. Wir waren ziemlich beeindruckt von dem präzisen Schlag und wie weit und hoch der Nouss flog. Bei einem perfekten Abschlag erreicht er eine Geschwindigkeit von bis zu 180Km/h. Aus diesem Grund entschieden wir uns, dass wir heute nur den Abschlag üben, alles andere wäre zu gefährlich. Einer nach dem anderen stellte sich nun der Herausforderung den Nouss zu treffen. Einige schafften es schon beim ersten Versuch, andere brauchten 2-3 Anläufe und bei ganz wenigen war leider Hopfen und Malz verloren. Vom Ehrgeiz getrieben wollten die Jugendlichen fast nicht mehr aufhören zu schlagen und waren sichtlich stolz auf ihre Erfolge. Nach über 2 ½ Stunden fuhren wir erschöpft und um eine interessante Erfahrung reicher, zurück auf den Neuhof.

Bericht erstellt durch Angela Mathys, Wohngruppe 1

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