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Intensivpädagogisches Wochenende vom 17. - 19.02.2017

21/02/2017

Für das „intensivpädagogische Wochenende“, an welchem acht Jugendliche und vier Sozialpädagogen unterschiedlicher Wohngruppen teilnahmen, wurde gezielt eine Umgebung angestrebt, welche für die individuellen Aktivitäten – für die Erlebnispädagogik, genutzt werden konnte.

Gemeinsam begaben wir uns am Freitagabend nach einem ausgiebigen Abendessen, mit zwei Geschäftsautos - bepackt mit den notwendigen Utensilien, auf den Weg nach Himmelried.

Um 20.00 Uhr sind wir schliesslich an unserem Zielort angelangt, wobei wir uns umgehend dem ausladen der Taschen, Schlafsäcke sowie Lebensmittel aus den Autos widmeten. Anschliessend richtete jeder für sich sein „Schlafgemach“ ein, welches für die folgenden zwei Übernachtungen genutzt werden konnte. Das Jugendhaus Don Bosco beinhaltete zwei grosse Massenlager mit zehn, respektive vierzehn Schlafplätzen sowie einem separaten Zimmer mit einem Kajütenbett.

Nach dieser Sequenz versammelten wir uns alle im Aufenthaltsraum um das Programm vom Samstag zu besprechen, damit sich die Jugendlichen entsprechend der Aktivitäten orientieren und vorbereiten konnten. Die Erwartungshaltungen und Ziele von Seiten der Sozialpädagogen bezüglich der Umsetzung, wurden erst am Samstag detailliert kommuniziert.

Der restliche Abend liessen wir mit Gemeinschaftsspielen und Gesprächen ausklingen, bis schliesslich um Mitternacht die abgesprochene Nachtruhe einkehrte.

Am Samstag bereiteten die Sozialpädagogen gemeinsam einen ausgiebigen, leckeren Brunch vor und besprachen in einem geschützten Rahmen das Tagesprogramm. Um 11.00 Uhr widmeten wir uns dem Frühstücken, nachdem anschliessend die Ämtlis mit den Jugendlichen besprochen wurden. Um 12.00 Uhr haben wir uns als Gruppe versammelt und starteten vorerst mit einem Spiel, an welchem die Jugendlichen als Team/Gruppe agieren mussten. Dieses kooperative Spiel verfolgte das Ziel der Vertrauensbildung, Koope-rationsbereitschaft und dem Erwerb sozialer Kompetenz. Anschliessend widmeten sich die Jugendlichen dem Auftrag, für sich selbstständig ihre persönlichen Zielsetzungen, momentanen Befindlichkeiten sowie der Erwartungshaltung in Bezug auf dieses IPW auf ein Blatt Papier zu schreiben. Sie konnten für sich entscheiden, ob ein vertraulicher Umgang mit diesen inhaltlichen Schwerpunkten gewünscht wird, d.h. ob diese Informationen gegebenenfalls nur mit einem Sozialpädagogen besprochen und erarbeitet werden sollte.

Nach dieser persönlichen Auseinandersetzung der Jugendlichen ihrem aktuellen Thema gegenüber, wurde die Aufteilung der Gruppe mit der Begleitung der Sozialpädagogen bekannt gegeben. Um 13.00 Uhr startete jede Gruppe vom Jugendhaus aus in die schöne Natur des Kaltbrunnental. Die Erlebnispädagogik wurde durch Aktivitäten wie Biken, Wandern sowie dem Erforschen des Karstlehrpfades, welcher gekennzeichnet ist durch die Bachschwinden, Quellen und den zahlreichen Höhlen, realisiert. Während diesen Aktivitäten fanden gezielte Gespräche statt, in welchen die momentane Thematik der Jugendlichen pädagogisch aufgegriffen wurde.

Um 17.00 Uhr kehrten alle Gruppen zurück ins Jugendhaus und erzählten erfreut über die unterschiedlichen Erlebnisse und Eindrücke. Der restliche Abend gestaltete sich mit einem leckeren Abendessen, Gemein-schaftsspielen und guten Gesprächen.

Am Sonntag gestaltete sich nach einem ausgiebigen Brunch der Ablauf ebenfalls strukturiert mit Einzelge-sprächen der Jugendlichen, in welchen eine Auswertung/Evaluation stattgefunden hat. Nach diesen Ab-schlussgesprächen widmeten sich alle dem Reinigen des Jugendhauses, woraufhin wir uns um 14.30 Uhr auf den Rückweg zum Neuhof begaben.

Ziel dieses Wochenendes bestand darin, dass sich die Jugendlichen intensiv damit auseinandersetzten, welche Ziele sie in ihrem Alltag verfolgen-und in Zukunft realisieren möchten. Wichtig dabei stellen die anti-zipierten Zustände und Ereignisse dar, d.h. welche Punkte für den Einzelnen welcher Bedeutung entsprechen. Wie möchte der Jugendliche die momentane Lebenssituation gestalten, welche Anforderungen möchte er meistern, welche Fähigkeiten möchte der Jugendliche erwerben und was für Veränderungen sollen in einzelnen Lebensbereichen persönlich angestrebt werden?

Mit diesen Fragestellungen haben sie sich beschäftigt und konnten für sich grösstenteils entsprechende Strategien benennen.

Deborah Weber, Sozialpädagogin WG2

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