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Pfingstwochenende vom 02. bis 05. Juni 2017

13/06/2017

Nach der Arbeit am Freitag versammelten sich die Jugendlichen, sowie die Sozialpädagogen im Wohnhaus 3, um ins Wochenende zu starten. Ankommen, zu Abend essen, die Arbeitswoche abschliessen und sich ausruhen.

Am Samstag wurde der Tagesbeginn auf 10:00 Uhr gelegt und gleich mit einem üppigen Frühstück eingeläutet. Nachdem auch der letzte schlaftrunkene Jugendliche seinen Platz am Tisch gefunden hatte, begann die Schlemmerei. O-Saft, warme Brötchen, Rührei, Speck, Joghurt, Früchte, Zopf und so viele Beilagen lagen da, dass man gar nicht wusste, ob genügend Platz im Magen für das ist, was man gerne essen möchte. Nachdem alle satt waren, ging es an die Vorbereitung fürs Schlauchbootfahren auf der Reuss, d.h. Helme, Wasserschuhe und Schwimmwesten anprobieren, check. Danach wurde noch schnell Proviant verpackt, bevor die grossen Militärschlauchboote verladen wurden. Geplant war eine Fahrt von Bremgarten nach Mülligen, die definitiv das Highlight des Wochenendes darstellen sollte. Wer sich nun eine romantische Plauschfahrt auf einem ruhigen Flüsschen vorstellt, hat weit gefehlt. Die Reuss trug so viel Wasser mit sich, dass die Strömung gut zu erkennen war und auf eine schnellere Abfahrt gehofft werden konnte. Damit jedoch alles reibungslos und vor allem sicher ablief, wurden wir alle in die Sicherheitsrichtlinien und dem richtigen Verhalten auf dem Wasser und im Notfall von einem ausgebildeten Sozialpädagogen mit Rescue 3 Zertifikat instruiert. Anschliessend wurde abgelegt. Die zwei Boote zogen mit beachtlichem Tempo den Fluss hinab. Im Gleichtakt wurde gerudert, um die Boote manövrierfähig zu halten. An übersichtlichen Stellen wurde das schwimmen erlaubt. Bald wurden Wasserschlachten und Enterungen angezettelt. Sogar der Steuermann(-Frau) wurde über Bord geworfen. Die Bootsfahrt schaffte die Möglichkeit, mit den Jugendlichen in einem anderen Rahmen die Zeit zu gestalten und schien den Alltag des Neuhofs für einen Augenblick vom Fluss hinuntergespült zu haben.

Sonntags ging es hoch hinaus. Es galt im Seilpark in Langenbruck (BL), in schwindelerregender Höhe, Hindernisse wie Balken, Netze, schwankende Brücken oder Kletterwände zu überwinden. Sieben Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen konnten gewählt werden. Am Ende der Routen konnte man sich mit einer Rolle an einem Stahlseil einklinken und per Luftseilbahn die letzte Strecke hinuntersausen. Abschliessend gab es noch eine Runde in der Sommer Rodelbahn.

Man möchte meinen, dass nach solchen Aktivprogrammen den Jugendlichen langsam die Puste ausgeht, aber weit gefehlt. Darum wurden auch am letzten Tag des Pfingstdienstes alle Kräfte mobilisiert und es ging in den Skills Park nach Winterthur. Das Angebot an sportlichen Aktivitäten ist riesig, wie zum Beispiel riesen Trampolin oder Skater Park. So fand sich für jeden Jugendlich etwas, bei dem er sich auspowern konnte und so machte sich am Ende des Lagers doch noch so etwas wie Müdigkeit breit.

Carolina Kirchfeld, Sozialpädagogin i.A.

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