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Themenwochenende "Ich will in die Wohnstufe 2"

28/08/2017

Themenwochenende vom 25. - 27.08.2017

Das Wochenende wurde am und auf dem Bodensee durchgeführt. Ausgangslage war der Campingplatz Horn. Von da aus ging es per Schlauchkanadier über den See auf den Campingplatz Sandseele, wo die zweite Nacht verbracht wurde. Am Sonntag ging es per Gummiboot zurück nach Horn und mit dem Auto wieder nachhause.

Sich auf die Grundhaltung beschränken
Jugendliche, die von der Wohnstufe 1 in die Wohnstufe 2 wechseln, müssen sich einer neuen Wohn- und Lebenssituation anpassen. Es gibt andere Regeln, neue Freiheiten sowie neue Pflichten. Um die Unterschiede zwischen den beiden Wohnstufen aufzuzeigen wurde dieses Lager durchgeführt. Doch wie soll man einem potenziellen Anwärter nun die Wohnstufe 2 an einem Wochenende erklären? Die strukturellen Regelungen der Wohnstufe 2 akribisch zu zerfleddern und aufzulisten würde die Jugendlichen bald überfordern und nähme wohl mehr Zeit und Nerven in Anspruch als vorhanden. Viel einfacher ist es, den Jugendlichen die Grundhaltung der Wohnstufe 2 beizubringen, von der jede Regelung abgeleitet werden kann. Zu dieser gehören Ehrlichkeit, Offenheit, Respekt.

Gerüchte aus der Welt schaffen
Die Jugendlichen, welche sich für die Wohnstufe 2 bewerben, haben eine gewisse Vorstellung, worauf sie sich einlassen. Die Kommunikation unter den Jugendlichen auf dem Neuhof führt dazu, dass sie -nicht immer richtig- über die Wohnstufe 2 informiert sind. Also sollten die Jugendlichen alle bekannten Regelungen von denen sie schon gehört haben in Stichworten aufschreiben. Anschliessend wurden die Punkte besprochen und ergänzt bzw. richtiggestellt.

Die Wohnstufe 2 basiert auf Eigeninitiative
In der neuen Wohnform wird den Jugendlichen mehr Eigeninitiative abverlangt. Sie müssen sich selber organisieren, ihre Hausaufgaben selber erledigen, den Alltag strukturieren. Dafür ist es unabdingbar, sich mit ihrem Wohnpartner auszutauschen, sich einerseits durchzusetzen und andererseits nachzugeben und Kompromisse einzugehen. An diesem Wochenende ging es darum, gemeinsam Lösungen zu suchen. Jeweils zwei Jugendlichen wurde ein Schlauchkanadier zugeteilt. Nach einer kurzen Einführung in die Paddeltechnik waren die Jugendlichen auf sich selbst gestellt. Sie drehten sich in ihrem Boot um die eigene Achse und hatten Mühe, auf Kurs zu bleiben. Mit der Zeit verbesserten sie jedoch ihre Absprache und es gelang ihnen, den Kanadier gezielt übers Wasser gleiten zu lassen, Ruderschlag um Ruderschlag, bis wir beim Campingplatz auf der Insel Reichenau landeten. Über das ganze Wochenende wurden den Jugendlichen Aufgaben erteilt, die den Austausch miteinander erforderten wie beispielsweise der Zeltaufbau, die Essenswahl, verbindliche Zeiten usw. Insgesamt haben wir viel geplaudert, gelacht und erlebt zusammen.

Stefan Ryter, Sozi i.A.

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