Erlebnisberichte 2014

Herbstlager WG 4 – 2014

Voll beladen fuhren wir am Samstagmorgen auf dem grauen Band an nebelverhangenen Hügeln vorbei Richtung Sonne. Den langen Tunnel passierten wir ohne nennenswerten Stau und die italienischen Autobahnen und Schnellstrassen führten uns immer weiter in die Toscana. In Pieve S.  Stefano verliessen wir die Hauptstrasse und ruckelten den engen Pfad zu unserem wunderschönen, rustikalen Haus oben am Berg hoch. Schnell waren die Zimmer bezogen und bald darauf genossen wir die von uns zubereiteten Spaghettis, welche allen mundeten. Die lange Fahrt hatte ihre Spuren hinterlassen und so ging es nicht lange bis alle in ihren Betten lagen um bald darauf in Morpheus Armen zu liegen.

Am nächsten Morgen hiess es wieder früh aufstehen da wir zum Vergnügungspark Mirabilandia pilgerten, welchen die Jugendlichen möglichst lange geniessen wollten. Rasende Loopings, wilde Wasserfahrten, eine Gespensterbahn, Riesenrad mit Aussicht bis ans Meer – für jeden Geschmack war etwas dabei und viel zu schnell war es Abend und nur noch die Geschichten und Anekdoten liessen den spannenden Tag nochmals Revue passieren.

Am Wochenanfang lockte die italienische Riviera und so fuhren wir gen Osten der Adria entgegen. Im Gegensatz zur Hauptsaison, wo sich am Strand Liegestühle und Schirme in Reih und Glied auftürmen, war heute die weite Sandfläche menschenleer. So hatten wir genügend Platz zum Fussball- oder Boggiaspielen ohne damit andere Leute zu belästigen. Die meisten von uns liessen sich auch nicht von der doch eher kühlen Wassertemperatur vom Bade in den Wellen abhalten und genossen das salzige  Element. Zum Abschluss gab es noch für alle ein italienisches „Gelati“ bevor wir die Rückfahrt zu unserem abgelegenen Domizil antraten.

Am Dienstag hiess das Programm „Potbourri“. Alle konnten nach ihrem Gusto etwas herauspflücken. So hatten wir Musse, bei schönstem Wetter die Umgebung unseres Hauses zu erkunden und zu geniessen, sich sportlich zu betätigen, spannende Gespräche zu führen oder die benötigten Einkäufe zu erledigen. Wie jeden Abend wurde dann zusammen mit den Jugendlichen etwas Zünftiges gekocht damit sich die knurrenden Mägen wieder beruhigen konnten.

Am Mittwoch freuten sich alle auf den Ausflug in den Stadtstaat San Marino. Imposant wie diese Stadt weit oben am Berg klebt und in alten Zeiten eine uneinnehmbare Festung bildete. Heute jedoch wurde sie von uns und weiteren Touristen gestürmt, welche alle Winkel und Gässchen der altehrwürdigen Stadt durchstreiften, sich eines der vielen Souvenirs ergatterten oder einfach die unglaubliche Fernsicht genossen. Am Abend waren dann die selbstgebackenen Pizzas  schnell verschlungen und es blieb genügend Zeit für verschiedene Gesellschaftsspiele. Bis weit in die Nacht wurde um Punkte gekämpft, gerätselt und gelacht bevor alle in ihren Betten versanken.

Auch am Donnerstag begrüsste uns wieder die Sonne und liess die umliegenden Hügel in sanftem Licht erglänzen. Heute konnten alle etwas länger liegen bleiben bevor wir uns zum Brunch an der grossen Tafel einfanden. Eigentlich standen heute diverse Spiele, gemütliches Beisammensein und Aufräumen auf dem Programm doch aufgrund einiger Vorkommnisse mutierten diese zu Realkonfrontationen mit gesellschaftlichen Normen wo einzelne Jugendliche lernen mussten Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen. Schlussendlich konnte auch dieser Tag zu einem guten Ende gebracht werden und alle waren nachher froh sich in ihre Zimmer zurückziehen zu können um für die morgige, lange Fahrt erholt zu sein.

Am Freitag traten wir dann, nach einer erlebnisreichen, intensiven Woche unsere Heimreise auf den Neuhof an wo wir am Abend müde aber wohlbehütet ankamen.

Ruedi Hunziker

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Themenwochenende auf dem Neuhof

Am Freitagabend, 22.08.14 gingen wir abseits des Neuhofs in den nahegelegenen Wald. Über dem Feuer bereiteten wir selbstgemachtes Risotto zu. Als Dessert gab es lecker Schlangenbrot mit Schoki. Anschliessend erzählten wir uns in vertrauter Runde Geschichten. Bei einem wunderschönen Sternenhimmel kehrten wir abends wieder zurück.

Am Samstagmorgen starteten wir nach einer erholsamen Nacht unsere zwei tätige Bootstour auf der Reuss in Bremgarten. Nachdem wir alle unsere Schwimmwesten angelegt und die Regeln für eine sichere Fahrt aufgestellt hatten, konnte es endlich losgehen. Schnell fanden wir unseren Rhythmus und genossen die Bootsfahrt, umgeben von einer traumhaften Landschaft. Etwas ungemütlich wurde es kurz, als wir von einem Regenschauer überrascht wurden. Durchgefroren machten wir Rast auf einer kleinen Insel und wärmten uns am Lagerfeuer auf. Wieder gestärkt machten wir uns auf zum End­spurt. Angekommen an einer Uferstelle in Birrhard schlugen wir unser Nachtlager auf. Jeder errichtete mit Planen sein eigenes Biwak und es wurde Holz fürs Lagerfeuer gesammelt. Anschliessend gab es Badespass in der Reuss mit einer ordentlichen Schlammschlacht. Mit Einbruch der Dämmerung sassen wir in gemütlicher Atmosphäre ums Lagerfeuer und grillierten Würsten und Maiskolben. Für den Nachtisch schnitzten wir uns Löffel und haben uns Bananen mit geschmolzener Schokolade schmecken lassen. Mit gut gefüllten Bäuchen liessen wir den Abend ausklingen.

Nach einer regnerischen Nacht wurden wir mit blauen Himmel und Sonnenschein geweckt. Das Feuer wieder angeschürt, nahmen wir ein langes und ausgiebiges Frühstück zu uns. Nun hiess es aufräumen und das Nachtlager wieder in seinen Ausgangszustand zurückzuversetzen, so als wären wir nie dort gewesen. Einen Blick zurückwerfend, waren keine Spuren mehr von uns zu sehen und wir konnten unsere Fahrt auf der Reuss fortsetzen. Gemächlich kamen wir an unserem Ziel in Reussbädli an, wo noch Zeit für eine Baderunde blieb. Danach hiess es Schlauchboot und Sachen im Auto verstauen, bevor wir unsere Rückreise antraten.

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Verlerne das Staunen nicht

Samstag, 06.09.14: Gemäss diesem Motto machten wir uns am Samstag auf den Weg nach Andermatt, zum Klettersteig Diavolo. Wir, 5 Jugendliche und 2 Sozial- Erlebnispädagogen, fuhren am Samstagmorgen in Richtung Gotthard los und erreichten Andermatt gegen 10.30 Uhr. Nach dem Zeltaufbau (noch einen DANK an die nette Betreiberin) und einer Zwischenverpflegung ging es los zur Kletterwand mit dem einladenden Namen „Diavolo“. Vor der Wand fingen die Jugendlichen an diesem Tag das erste Mal an zu staunen, sie konnten sich nicht vorstellen diese Aufgabe zu meistern. Nach anfänglichen Unsicherheiten im neuen Gelände wurden die Tritte immer sicherer und neben der Konzentration auf sich und seine Bewegungen blieb immer mehr Zeit, über die Macht der Berge, die Höhe die wir bereits erreicht haben, einfach mal zu Staunen. Voller Stolz erreichten wir nach 2 Stunden das Gipfelbuch, alle wollten sich darin Namentlich erwähnen, damit jeder lesen kann, was für „harte“ Typen ;-) auf dem Neuhof leben. Das letzte Mal an diesem Tag staunten die Jugendlichen darüber, wie schnell es Dunkel und vor allem wie schnell es Kalt in den Bergen werden kann. Nach einer Nacht in den Zelten packten wir am nächsten Morgen alles zusammen und fuhren über Passstrassen zurück nach Birr..

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Pfingstlager im Tessin 2014

Freitag 06.06.14: Nach einer fünfstündigen Fahrzeit erreichten wir wohlbehalten unser Ziel, welches oberhalb Mendrisio auf ca. 700 m.ü.M. das "Pfadiheim La Piana" neben der Monte Generoso Bergbahn und Zwischenstation "San Nicolao" lag. Nach dem Ausladen der Effekten, einer kurzen Besprechung und einer kleinen Zwischenverpflegung für durstige und hungrige, haben alle schnell in den Schlaf gefunden.

Samstag 07.06.14: Im Garten des Zollmuseums zwischen Kastanienbäumen und dem Lago Maggiore haben wir den mitgenommenen Lunch geniessen können. Die anschliessende Wanderung zurück zum Ausgangspunkt in San Rocco auf dem Landweg, führte uns am Seeufer und an verschiedenen "Grotto's" vorbei. Die schattenspendenden Bäume waren ein Geschenk, aber wirklich zu kühlen, vermochten auch sie nicht. So wurde nach halber Wegstrecke eine Abkühlung im See notwendig, wobei sich die meisten Jugendlichen ins kühlende Nass "warfen".

Die Heimfahrt in unser Domizil war dann auch entsprechend Schweiss treibend und alle waren froh, als wir im Pfadiheim eintrafen. Nach einem feinen Nachtessen mit Dessert, waren alle so müde, dass niemand mehr irgendetwas spielen oder machen wollte. Nachdem die Küche wieder auf Vordermann gebracht war, haben wir gemeinsam mit den Jugendlichen das Sonntagsprogramm besprochen, wobei wir uns auf ein interessantes Programm geeinigt haben.

Pfingstsonntag 08.06.14: Beim Brunch haben wir uns nach einer guten und erholsamen Nacht gestärkt und das sonntägliche Programm mit der Besichtigung von Morcote stand als erstes auf dem Programm. Zunächst wollten wir den "Parco Scherrer" besuchen, wo verschiedene Pflanzen und Zeitepochen mit den dazu gehörenden Skulpturen ihren Platz gefunden haben. Der Park war der perfekte Ort, um eine Pause zu genießen und zu entspannen. Durch das milde Klima im Tessin, war es dem Gründer des Parks - Arthur Scherrer aus St.Gallen möglich, viele Arten von lokalen, aber auch exotischen Pflanzen und Blumen in einem Park zu vereinen.  

Nach einem „Photoshooting“ im idyllischen Park, machten wir einen Abstecher an die Promenade von Morcote, wo wir dann gemütlich ein Eis geniessen konnten. Der anschliessende Besuch im Seebad von Melide stiess auf grossen Anklang, wo wir uns am Nachmittag im Lago Maggiore mit Baden vergnügen konnten.  Am Abend stand grillen auf dem Programm, wobei frisch gemachte Salate und Beilagen das vielseitige Buffet ergänzten. Am späteren Abend hat sich dann die eine Gruppe nach Lugano begeben und die andere Gruppe hat sich im Kastanienwald mit Diskussionen über Glühwürmchen und andere Themen auseinandergesetzt.

Pfingstmontag 09.06.14: Um 08.30h war Tagwache und Frühstücken auf dem Programm, der Letzte brachte es dann auch noch fertig, sich eine gute halbe Stunde später am Frühstückstisch zu erquicken.  Danach hatten wir alle Hände zu tun mit aufräumen und reinigen der Unterkunft. Pünktlich um 11.30h konnten wir die saubere Unterkunft wieder der Hauswartin übergeben und die Rückreise antreten.

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Auffahrt 2014 

In diesem Jahr verbrachten wir die Tage über Auffahrt auf dem Neuhof, da einige der Jugendlichen am Freitag regulär arbeiten mussten. Wir entschlossen uns für verschiedene Tagesausflüge. Am Donnerstag besuchten wir das Verkehrshaus in Luzern. Freitags begaben wir uns auf eine Flusswanderung durch den Necker. Trotz niedriger Temperaturen um 10 Grad und Regen waren wir 4 Stunden unterwegs und grillierten auf einer Kiesbank. Bei bestem Wetter ging es am Samstag zum Waldseilpark Gränichen, in dem die Jugendlichen verschiedene Routen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad wählen konnten. Das Wetter blieb stabil und so konnte an diesem Abend nach der Rückkehr noch bis nach Einbruch der Dunkelheit Fussball gespielt werden. Zum Abschluss besuchten wir am Sonntagnachmittag bei gutem Wetter den Zoo Zürich. Auf diesen Ausflug freuten sich die Jugendlichen bereits im Vorfeld sehr.

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Interessenwochenende vom 16.-18.05.2014 im Tessin

Das Interessenwochenende sollte den Jugendlichen ermöglichen, vielfältige Erfahrungen rund ums Wildwasser, beim Kajak fahren und beim Zelten, zu sammeln.

Wir verbrachten das Wochenende im Tessin, machten am Samstag erste Erfahrungen mit dem Kajak auf dem Lago Maggiore und versuchten uns im Anschluss auf der Moesa. Eine WW 3 Stelle zu befahren, löste dann schon ganz andere Gefühle aus, vor allem wenn man nicht schwimmen musste. Nach einer für alle sehr lustigen Schwimmübung im Wildwasser, setzte dann auch eine deutliche Müdigkeit ein, aber erst mal mussten die im eiskalten Wasser verlorenen Kalorien ergänzt werden. Beim Nachtessen standen dann die gemachten Erlebnisse, Erfahrungen und neue Eindrücke im Vordergrund – strahlende Augen und stolze Jungs inklusive.

Der Sonntagmorgen leitete mit dem Zeltabbau beinahe schon den Abschied ein, aber alle freuten sich noch auf die bevorstehende, lange Abfahrt auf dem Ticcino, von Biasca nach Bellinzona – 18 km. Boote gemeinsam tragen, gegenseitige Hilfe, auf einander schauen, unterstützen und Verantwortung übernehmen, diese Begriffe wurden heute erlebt und am Ende gelebt. Durch große Wellen, vorbei an Kiesbänken, gemütliche Strecken zum sich treiben lassen, Pausen in der Sonne und das Umlaufen eines Blockwurfwehres, all dies sind jetzt Erfahrungen die die Jugendlichen mit den Mitarbeitern teilen und die Beziehungen im Alltag stärken.

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Osterlager im Jura 17.4. – 21.4.2014

Unser diesjähriges Osterlager führte uns nach des Prés-d’Orvin im bernischen Jura. Nach dem gemeinsamen Abendessen auf dem Neuhof sind wir am Donnerstag bei wunderschönem Wetter an unseren Bestimmungsort gefahren. Das Ferienhaus IOGT wurde für die Ostertage unsere Unterkunft. Am Freitag unternahmen wir trotz schlechter Wetterprognose eine ausgedehnte Wanderung. Diese führte uns von Magglingen über Twannberg durch die Twannbergbachschlucht hinunter nach Twann. Trotz Erschöpfung vom langen Marsch waren alle ob der spektakulären Felslandschaft der Schlucht fasziniert. Diesen Tag liessen wir nach einem ausgiebigen Mahl mit einem improvisierten Kinoabend ausklingen.

Wegen 5cm Neuschnee führte unser Weg am Samstag nach Biel ins Hallenbad. Da es im Haus keine Duschen gab, kam unser Ausflug ins warme Nass nicht ungelegen, konnten wir dort auch ausgiebig duschen. Anschliessend hatten wir 2 Stunden Zeit zur Stadtbesichtigung.

Am Ostersonntag haben wir dann ausgiebig bei einem gemütlichen Cheminéefeuer gefrühstückt. Bei wunderschönem sonnigen Wetter verbrachten wir einen ruhigen Nachmittag auf dem ausgedehnten Gelände des Lagerhauses. Die Zeit verbrachten wir beim „Bräteln“, Pingpong, Fussball und Brandydog spielen.

Nach dem Hausputz machten wir uns auf die Rückreise nach Birr, wo wir bereits mit einem vorbereiteten Abendessen empfangen wurden. Nach einer gemeinsamen Befindlichkeitsrunde beendeten wir das Osterlager

 

 

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Austrittslager in Hausen 24.01. – 26.01.2014

Am Freitagabend starteten sieben Jugendliche und drei Mitarbeitende ins diesjährige „Austrittslager“, nach Hausen bei Andelfingen. Alle diese Jugendlichen werden im Sommer ihre Ausbildung beenden und den Neuhof verlassen. Sie müssen entscheiden, ob sie zurück zu ihren Eltern, in eine eigene Wohnung, in ein Personalzimmer oder in eine gemeinsame Wohnung mit Freunden oder der Freundin ziehen möchten. Dieser Schritt wirft viele Fragen und Unsicherheiten auf.

Auf kreative Weise begleiteten uns Themen wie die Wohnungssuche, Möblierung und Möblierungskosten, Anmeldung / Ummeldung / Abmeldung, Versicherungen, Steuern und die allgegenwärtige Frage … wie teuer wird eigentlich mein zukünftiges Leben.

In einer Art Planspiel kauften die Jugendlichen in einem schwedischen Möbelhaus mit einem hypothetischen Budget die Erstmöblierung „ihrer“ Wohnung ein und setzten sich dabei ganz praktisch mit den benötigten Einrichtungsgegenständen, wie auch mit den dafür verlangten Preisen auseinander. Im weiteren Verlauf beschäftigten wir uns auf interaktive Weise mit den theoretischen Themen rund um den „Start ins eigenständige Leben“. Am Ende des Lagers waren die Jugendlichen in der Lage, anhand der vermittelten Grundlagen ein beispielhaftes Budget zu erstellen, welches die monatlichen und jährlichen Ein – und Ausgaben umfasste.

Durch die Aktualität aber auch durch die persönliche Verunsicherung im Hinblick auf die eigene Zukunft nach dem Neuhof waren die Jugendlichen von Anfang bis Ende mit viel Motivation und Interesse dabei.

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