Erlebnisberichte 2017

BV Werkstatt - Start in die Berufsvorbereitung im August 2017

Am 1. August starteten in der Berufsvorbereitungswerkstatt des Neuhofs vier Jugendliche mit dem Ziel vor Augen, im nächsten Sommer in eine Berufslehre einzusteigen. Um dieses grosse Ziel erreichen zu können, müssen sie jedoch zuerst ein gutes, stabiles Fundament errichten. Denn das eigentliche Ziel sollte nicht sein, in eine Berufslehre einzusteigen, sondern sich in einer Berufslehre zu behaupten und diese erfolgreich abzuschliessen.

Doch auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt und so zogen die vier Jugendlichen zusammen mit dem Werkstattchef und zwei Pädagogen in eine kleine, rustikale Alphütte im Gantrischgebiet.  

Sich seinen eigenen Weg im Gebilde der Berufsvorbereitung zu suchen, ist gar nicht mal so einfach. Um dies etwas anschaulicher zu gestalten, mussten die Jugendlichen ihren eigenen Weg durch den Marchgraben suchen. Am vereinbartem Ort angekommen wurde auf dem Feuer Znacht gekocht: Spaghettiplausch zu dem jeder Jugendliche eine selber kreierte und auf eigenem Feuer gekochte Sauce beisteuern musste.

Der nächste Tag begann damit, dass man zusammen die Werkstatt Regeln und Strukturen besprochen und erklärt hat. Über den Tag wurden noch weitere Themen behandelt, die für einen guten Start ins BV Jahr unabdingbar sind: Wie setzt sich ein Tagesbonus zusammen, wie wird die Arbeit verteilt, wer darf ab wann welche Maschinen brauchen etc.. Es sammelten sich einen ganzen Haufen Fragen an, die es zu klären gab.

Am Abend stand Pizza auf dem Speiseplan. Besser gesagt Steinofenpizza. Was nach einem lockeren Unterfangen klang, stellte sich als wahre Herausforderung dar. Denn die Steinöfen mussten zuerst gebaut und angeheizt werden. Schnell wurde klar, dass jedes Ziel und sei es auch nur eine Pizza zum Znacht, Schweiss, Ausdauer und etwas fachliche Unterstützung braucht. Besonders das Annehmen von fachlichen Input, was natürlich auch das Zuhören dessen beinhaltete, fiel den Jugendlichen besonders schwer. So war es nicht weiter verwunderlich, dass einer der Öfen beim anfeuern explodierte und in sich zusammenstürzte. Zu ihrem Glück, konnten diese Jugendlichen ihre Pizza in einem der anderen Öfen backen.

Den Abend liessen wir bei Feuer, Philosophie und Tagesauswertung ausklingen.

Nachdem die Unterkunft am letzten Tag sauber geputzt war, ging es bereits wieder zurück Richtung Berufsbildungsheim Neuhof und Start ins Berufsvorbereitungsjahr – voller Energie und Zuversicht – denn eins ist deutlich klar geworden: die Herausforderungen kommen und werden den einen oder anderen sehr herausfordern.

Dani Winter
Heinz Haller
Armin Maier

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Sommerlager 2017 der Wohngruppe 4 vom 08. - 12. Juli 2017

Samstag
Nachdem es nach einigen Wirrnissen doch noch alle auf den Neuhof geschafft hatten,  fuhren wir nach einem herzhaften Brunch, bei grosser Hitze gegen Westen, unserem Ziel, dem idyllischen Lac de Joux entgegen. Nach einer kurzen Abkühlung im frischen Seewasser, stellten wir unsere Zelte und diversen Bauten auf. Das Glück war uns hold und die heftigen Gewitter zogen erst über uns her nachdem alle bereits in ihren Schlafsäcken waren. Da wir unsere Zelte gut gesichert  hatten blieben wir alle trocken und konnten den wohlverdienten Schlaft geniessen.

Sonntag
Zum Morgenessen gab es heute schmackhafte Omeletten welche innert kürzester Zeit verschlungen und mit auf dem Feuer gebrauten Kaffee oder Schokoladenmilch heruntergespült wurden. Heute wechselte das Wetter immer wieder zwischen Sonne und heftigem Regen ab. In den trockenen Momenten wagten sich einige auf die Stand-Up Paddles und bewiesen ihren Gleichgewichtssinn, genossen eine Lektion in Qi Gong oder spazierten dem See entlang um die Gegend zu erkunden. Bei Regen hingegen zogen wir uns unter das schützende Dach unseres selbstgebauten Esszeltes zurück und hatten dort Gelegenheit für lebhafte Diskussionen, Spiele und mehr.  Zum z’Nacht gab es dann ein schmackhaftes Tomatenrisotto mit Würsten welche trotz heftigem Regen noch genügend Glut im Feuer fanden um ihr schmackhaftes Aroma zu entfalten.

Montag
In unseren warmen, kuscheligen Schlafsäcken überlebten wir die feucht-kalte Nacht doch ganz passabel. Da uns das Wetter weiterhin nicht hold war und uns gemäss Wettervorhersage auch heute  heftige Winde mit starkem Dauerregen bevorstanden, entschlossen wir uns zu einem Abstecher nach Yverdon-les-Bains. Dort  besuchten wir das Thermalbad wo wir uns im warmen, sprudelnden Wasser herrlich aufwärmen und entspannen konnten. Was für eine Wohltat für einmal nicht mit eiskaltem „Gletscherwasser“ duschen zu müssen. Zurück auf dem Zeltplatz bauten wir unter kundiger Leitung einen Wetterschutz für die Grillstelle, da uns der Himmel weiterhin mit starken Regenfällen beglückte. Alle halfen tatkräftig mit und so stand bald ein deftiges Nachtessen auf dem Tisch welches uns die Unbill der Natur vergessen liessen. Während einige noch am lodernden Feuer ausharrten zogen sich die anderen bald in den Schutz ihrer Zelte zurück und liessen sich in Morpheus Arme fallen.

Dienstag
Hurra! Heute regnete es für einmal nicht und wir nutzten die Gunst der Stunde um etwas früher zu frühstücken damit wir genügend Zeit für Aktivitäten in der Umgebung hatten. Während sich die eine Gruppe entschloss den Juraparc in Vallorbe zu erkunden um dort Bären, Wölfe, Luchse und Bisons in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten wollten die anderen ihren Mut, ihre Kraft und Geschicklichkeit beim Seilklettern in den hohen Bäumen testen. Manch einem war beim Begehen der wackligen Konstruktion in luftiger Höhe nicht mehr unbedingt wohl zu Mute, doch hielten einige sogar beim schwierigsten Parcour bis zum Schluss durch. Hungrig wie die Bären im Park, freuten wir uns einmal mehr auf unsere Hauptmahlzeit am Abend. Nachdem unsere Mägen gefüllt waren hatten wir genügend Musse um uns von den Strapazen des heutigen Tages auf diverse Weisen zu erholen.

Mittwoch
Heute entflohen wir für einmal den kalten Höhen des Juras, fuhren nach Montreux und genossen dort bei herrlichem Sonnenschein die lebhafte Atmosphäre anlässlich des Jazz Festivals. Wir hatten genug Musse um auf der wunderschönen Seepromenade, vorbei an bunten Ständen, Gauklern und Musikern, welche gratis ihre Künste feilboten, zu flanieren. Wer dann noch ein „Selfie“ mit Freddie Mercury, dem Sänger von Queen, respektive mit dessen Statue bringen konnte, bekam ein Eis spendiert. Alle nahmen die Herausforderung an, schossen ein Bild von sich und dem Abbild des Künstlers und konnten somit die „Trophäe“ in Empfang nehmen. Zur Krönung des Abends genossen wir dann in dem schmucken Städtchen Orbe noch eine Pizza aus dem Holzbackofen und fuhren dann zufrieden und satt wieder in luftige Höhen dem einsetzenden Nieselregen entgegen.

Donnerstag
Heute lachte uns ausnahmsweise die Sonne bereits am frühen Morgen entgegen. Gelegenheit um den heutigen Tag auf unserem schönen Platz am See zu verbringen. Abenteuerliche Kapriolen auf dem Stand-Up Paddle Board, Schwimmen im kühlen See, diverse Spiele oder auch nur die Seele baumeln lassen standen heute auf dem Programm. Bei unserem täglichen Abwasch des Geschirrs von Hand stiess eine Gruppe älterer Leute, welche einen Pro Senectute Ausflug machten dazu. Sie lobten unsere freundlichen Jungs und bewunderten unsere Bauten. Interessante Gespräche ergaben sich zwischen Alt und Jung. Einmal mehr eine positive Visitenkarte für den Neuhof! Am Abend  wurde wiederum eine ausgezeichnete Mahlzeit auf unserer rudimentären Kochgelegenheit hervorgezaubert und danach genossen wir unseren letzten Abend am Lagerfeuer mit Gitarrenklängen und diversen anderen Musikeinlagen.

Freitag
Nach einem frühen Frühstück demontierten wir unsere Bauten welche uns vor der Unbill der Natur geschützt hatte, bauten  unsere Zelte ab und beluden die Fahrzeuge. Nachdem wir unseren Platz sauber abgegeben hatten fuhren wir müde aber zufrieden, voller neuen Eindrücke durch diverse Ferienstaus auf den Neuhof zurück.

Ruedi Hunziker

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Gruppenwochenende WG 3 vom 30. Juni - 2. Juli 2017

Und wieder mal verliessen uns zwei Jugendliche in die nächste Wohnform, was bedeutet, dass sich die Gruppe neu definiert, sich finden muss und die Rollen der gehenden Jugendlichen durch andere Jugendliche besetzt werden. Aus diesem Grund war das Motto des Gruppenwochenendes «Verantwortung für sich und die Gruppe» zu übernehmen.

Wir starteten am Freitagabend mit einer gemeinsamen Sitzung. Die erste Aufgabe der Gruppe war das selbstständige Einteilen der Ämtlis übers Wochenende. Dort kristallisierten sich schon die ersten führungserfahren Jugendlichen raus, die den Part des Gruppenleaders übernahmen.

Nach gefühlten zwei Stunden und unendlichen Diskussionen, hatten sie einen gemeinsamen Plan erstellt wer putzt, kocht und einkauft. Bei der Auswertung ihrer ersten Aufgabe merkten sie schnell, dass es hinderlich war, dass viel durcheinandergeredet wurde und sie sich schnell haben ablenken lassen. Diese Erkenntnis übernahmen sie bei einem Kooperationsspiel und meisterten die Aufgabe nach wenigen Minuten.

Den Samstag starteten wir mit einem gemeinsamen Brunch und das Einkaufen für die Menüs, welches die Gruppe in eigener Regie bewältigte. Dort mussten sie auf eine ausgeglichene Ernährung schauen und dass sie das Budget nicht überschreiten. Voller Stolz präsentierten sie das Gekaufte und den Kassenzettel. Sie hatten sogar 20 Franken unter dem Budget eingekauft.

Anschliessend machten wir ein weiteres erlebnispädagogisches Spiel, bei dem sie eine Plane umdrehen mussten auf der sie als Gruppe standen ohne mit den Füssen den Boden zu berühren. Dort war die Kunst, trotz körperlicher Nähe und fast unlösbarer Aufgabe einen kühlen Kopf zu behalten um die Aufgabe zu erledigen. Nach erfolgreicher bestandener Aufgabe gingen wir gemeinsam eine Runde ins Schwimmbad, wo die Jugendlichen sich auspowern konnten.

Am Sonntag und letzten Tag, machten wir uns auf eine Bachbettbegehung und durchquerten im knietiefen Wasser das Flussbett. Auf dem Neuhof angekommen beendeten wir das Wochenende mit einem weiteren Gruppenspiel, wobei sie eine möglichst lange Röhre aus 10 Seiten Papier bauten, durch die ein Ball bis zum Ende gelangen musste. Hier konnten sie nochmals das Teamwork und ihre Kommunikation üben. So konnten im Laufe des Wochenendes gewisse Grundprinzipien für eine gelingende Zusammenarbeit herauskristallisiert werden, die sie hoffentlich mit in ihren Alltag mitnehmen.

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Neuhof Fussballturnier 2017

Am 16. Juni 2017 fand auf unserem eigenen Fussballplatz das jährliche Neuhof Fussballturnier statt.  

Auch dieses Jahr hatten wir wieder Glück mit dem Wetter. 5 Teams aus den Wohngruppen und Betrieben spielten um den begehrten Neuhofmeistertitel. Das Turnier ging trotz vieler Emotionen reibungslos und zum Glück ohne grössere Blessuren über die Bühne.

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Pfingstwochenende vom 02. bis 05. Juni 2017

Nach der Arbeit am Freitag versammelten sich die Jugendlichen, sowie die Sozialpädagogen im Wohnhaus 3, um ins Wochenende zu starten. Ankommen, zu Abend essen, die Arbeitswoche abschliessen und sich ausruhen.

Am Samstag wurde der Tagesbeginn auf 10:00 Uhr gelegt und gleich mit einem üppigen Frühstück eingeläutet. Nachdem auch der letzte schlaftrunkene Jugendliche seinen Platz am Tisch gefunden hatte, begann die Schlemmerei. O-Saft, warme Brötchen, Rührei, Speck, Joghurt, Früchte, Zopf und so viele Beilagen lagen da, dass man gar nicht wusste, ob genügend Platz im Magen für das ist, was man gerne essen möchte. Nachdem alle satt waren, ging es an die Vorbereitung fürs Schlauchbootfahren auf der Reuss, d.h. Helme, Wasserschuhe und Schwimmwesten anprobieren, check. Danach wurde noch schnell Proviant verpackt, bevor die grossen Militärschlauchboote verladen wurden. Geplant war eine Fahrt von Bremgarten nach Mülligen, die definitiv das Highlight des Wochenendes darstellen sollte. Wer sich nun eine romantische Plauschfahrt auf einem ruhigen Flüsschen vorstellt, hat weit gefehlt. Die Reuss trug so viel Wasser mit sich, dass die Strömung gut zu erkennen war und auf eine schnellere Abfahrt gehofft werden konnte. Damit jedoch alles reibungslos und vor allem sicher ablief, wurden wir alle in die Sicherheitsrichtlinien und dem richtigen Verhalten auf dem Wasser und im Notfall von einem ausgebildeten Sozialpädagogen mit Rescue 3 Zertifikat instruiert. Anschliessend wurde abgelegt. Die zwei Boote zogen mit beachtlichem Tempo den Fluss hinab. Im Gleichtakt wurde gerudert, um die Boote manövrierfähig zu halten. An übersichtlichen Stellen wurde das schwimmen erlaubt. Bald wurden Wasserschlachten und Enterungen angezettelt. Sogar der Steuermann(-Frau) wurde über Bord geworfen. Die Bootsfahrt schaffte die Möglichkeit, mit den Jugendlichen in einem anderen Rahmen die Zeit zu gestalten und schien den Alltag des Neuhofs für einen Augenblick vom Fluss hinuntergespült zu haben.

Sonntags ging es hoch hinaus. Es galt im Seilpark in Langenbruck (BL), in schwindelerregender Höhe, Hindernisse wie Balken, Netze, schwankende Brücken oder Kletterwände zu überwinden. Sieben Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen konnten gewählt werden. Am Ende der Routen konnte man sich mit einer Rolle an einem Stahlseil einklinken und per Luftseilbahn die letzte Strecke hinuntersausen. Abschliessend gab es noch eine Runde in der Sommer Rodelbahn.

Man möchte meinen, dass nach solchen Aktivprogrammen den Jugendlichen langsam die Puste ausgeht, aber weit gefehlt. Darum wurden auch am letzten Tag des Pfingstdienstes alle Kräfte mobilisiert und es ging in den Skills Park nach Winterthur. Das Angebot an sportlichen Aktivitäten ist riesig, wie zum Beispiel riesen Trampolin oder Skater Park. So fand sich für jeden Jugendlich etwas, bei dem er sich auspowern konnte und so machte sich am Ende des Lagers doch noch so etwas wie Müdigkeit breit.

Carolina Kirchfeld, Sozialpädagogin i.A.

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Interessenwochenende "Wasser" 09. - 11. Juni 2017

Kann man sich einfach mal treiben lassen?

Die Antwort darauf fällt Kontextabhängig unterschiedlich aus. Im Umfeld der Berufsbildung, mit einem klaren Ziel vor Augen, lautet die Antwort vermutlich Nein.

Dieselbe Antwort bekommt man auch, wenn man mit dem Kajak auf einem Fluss unterwegs ist. Dies mussten sechs Jugendliche sehr schnell feststellen, als sie das erste Mal im Kajak sassen und versuchten die andere Flussseite zu erreichen. Um sich einfach mal treiben zu lassen, ähnlich wie in der Berufslehre, blieb keine Zeit. Sofort trieben einem die 30 Kubikmeter Wasser der Thur flussabwärts und somit verlor man den Anschluss respektive strandete eine Flussbiegung weiter irgendwo auf einer Sandbank. Um das Ziel zu erreichen, brauchte es koordinierte Paddelschläge, eine gute Bootsausrichtung, etwas Körperspannung und den Willen ans gegenüberliegende Ufer zu kommen. Nach den ersten Fehlversuchen klappte dies dann auch bei allen.

Wasser symbolisiert Leben – Und für dieses Wochenende die Thur unser Lebensweg auf dem wir uns aufhalten und fortbewegen. Wie das richtige Leben, folgt die Thur, ohne Rücksicht auf uns, ihrem ganz eigenen Sinn und konfrontiert uns mit unveränderlichen Gegebenheiten: grosse Steine, umgefallene Bäume, Kehrwasser, Stromschnellen, steile Ufer, flache Ufer, störrische Strömungen, gemächliche Abschnitte, Brückenpfeiler, kleine Schwälle usw.

Mit alledem mussten sich die Jugendlichen in ihrem Kajak auseinandersetzen und lernen sich zu arrangieren. Denn der Fluss (des Lebens) verzeiht wenig. Einmal zu wenig aufgepasst, sitzt man schnell auf einem Stein fest oder kentert, weil man die Strömung falsch eingeschätzt hat.

Nur mit präzis gesetzten Paddelschlägen, wachem Geist, die Gegebenheiten richtig eingeschätzt, gut ausgerichtetem Boot, richtig dosierter Kraft und einem grossen Durchhaltewillen kommt man schlussendlich dort an, wo man hinmöchte und landet nicht irgendwo auf der Sandbank.

Dies und viele lebenspraktische Dinge haben die Jugendliche im Kajak auf einer handlungsorientierten Ebene am eigenen Leib buchstäblich er»fahren». Und das wichtigste am Schluss: Sie hatten sogar noch Spass daran.

Dani Winter
Dirk Stolp
Stephi Ziegler

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Fundamental - Berufsvorbereitung im Grünen vom 08. - 12. Mai 2017

«Natur stellt für Kinder einen massgeschneiderten Entwicklungsraum dar. Eine Erfahrungswelt, die genau auf die Bedürfnisse von Weltentdeckern zugeschnitten ist – hier können sie an ihrem Fundament bauen.» Renz-Polster, Herbert, Kinderarzt und Wissenschaftler.

Menschen lebten während 99% ihrer Geschichte in und mit der Natur, so scheint es nicht weiter verwunderlich, dass Kinder und Jugendliche auch heute noch gerne draussen spielen und sich im Freien aufhalten. Evolutionshistorisch betrachtet also der eigentliche, ursprüngliche Entwicklungsraum.

Renz-Polster beschreibt vier „Quellen“ der Entwicklung, aus denen Kinder so viel und so lange trinken sollen (müssen), bis sie keinen Durst mehr haben:

Quelle der Unmittelbarkeit:
Die Natur gibt sofort, unmittelbar und wenig gnädig Rückmeldung. Konkrete Erfahrungen mit den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde sind alltäglich – positiv (fühlen der Selbstwirksamkeit und negativ (erkennen von Grenzen).

Quelle der Freiheit:
Das vermeintlich enge Heimkorsett wird etwas gelockert (als ob die Natur nicht sogar engere Grenzen gesetzt hätte…) und die Jugendlichen können kreativ, entdeckend und vor allem selbstorganisierend tätig werden.

Quelle der Widerständigkeit:
Die Natur richtet sich nicht nach den Wünschen unseren Jugendlichen, ermöglicht ihnen aber Abenteuer, bei denen sie ihre Grenzen erkennen, zugleich aber mutig werden. Sie müssen Selbstkontrolle und einen Umgang mit ihren Ängsten entwickeln.

Quelle der Verbundenheit:   
In der Natur erleben die Jugendlichen nicht nur Beziehungen zu Gleichaltrigen und Erwachsenen, sondern auch zu Tieren, Pflanzen und den Elementen.

Aus all diesen Quellen können unsere Jugendlichen in der Berufsvorbereitungsphase des Berufsbildungsheims Neuhof eine ganze Woche lang trinken so viel und so oft sie wollen:

Fundamental – Berufsvorbereitung im Grünen.

Wie jedes Jahr zogen auch diesmal 9 Jugendliche für eine komplette Woche in den Wald, schlugen dort ihr Lager auf und richteten sich nach und nach häuslich ein. Manch einer verschluckte sich beinahe an der Quelle der Widerständigkeit: Das Wetter war ziemlich bescheiden und so musste dem Thema Infrastruktur viel Raum und Zeit gewidmet werden. Aus einfachen Blachen wurden 9 Schlafzimmer, eine Stube, eine Küche und ein WC gebaut – natürlich alles Wetterfest. Am Feuer wurden Ziele definiert und soweit geschärft, kondensiert und heruntergebrochen, dass sie eine Woche lang auf einer handlungsorientierten Ebene verfolgt werden konnten. So wurde jeden Abend in einem persönlichen Tagebuch festgehalten, was DIE Erkenntnis vom Tag war und was diese zum eigens gesetzten Ziel beisteuern könnte. Neben der Tagebuchrunde fand mit jedem Jugendlichen eine Tagesauswertung statt.

Schnell wurden die Jugendlichem mit der Natur vertraut und mit einer grossen Selbstverständlichkeit wurden die Tage gemeistert: Pizzaofen bauen, Stühle fertigen, Holz hacken, ausgiebig kochen, Kuchen backen, Besuchstag vorbereiten, arrangierte Übungen absolvieren und vieles mehr.

Nach kurzer Zeit wurde aus einem wilden Haufen, eine routinierte Camp Gemeinschaft die Normen, Strukturen und Identität schufen – die Quelle der Verbundenheit zeigte Wirkung! Mit der Routine kam auch die Freiheit. Die Jugendlichen fühlten sich wohl so wurden kurzerhand Hängematten installiert, Schlafzimmer verschönert und Sitzgelegenheiten verbessert.

Die Zeit verging schnell, war dafür prall gefüllt mit Eindrücken, Erkenntnissen und Erfahrungen. Auch dieses Jahr kehrten von Fundamental neun kleine stolze und mutige Helden, mit ihren ganz eigenen Erfolgsgeschichten zurück. Lassen wir sie diese Geschichten in ihren Alltag tragen und helfen ihnen dabei, diese zu kultivieren.     

Dani Winter
Devrim Balyos
Caro Kirchfeld

Buchttipp: Wie Kinder heute wachsen, Herbert Renz-Polster, Gerhald Hüther, Benz Verlag 

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Osterdienst vom 13. - 17. April 2017

Am Donnerstag sind wir mit sechs Jugendlichen Richtung Kreuzlingen losgefahren. Wir durften uns im Lagerhaus Pfadiheim Seemöwe für die Ostertage häuslich einrichten.

Nach der ersten Nacht erkundeten wir die Region zwischen Kreuzlingen und Romanshorn, indem wir eine Wanderung bis nach Altnau unternahmen. Dort hatten wir gerade genug Zeit um ein Getränk und ein Eis zu uns zu nehmen bevor es dann mit dem Schiff wieder zurück nach Kreuzlingen ging. Anschliessend liefen wir noch durch die Stadt bis zu unserem Lagerhaus. Vor dem Abendessen spielten wir eine Runde Boccia und sammelten Holz für ein Lagerfeuer. Den Abend verbrachten wir dann vor dem Haus am Feuer und genossen die letzten trockenen Stunden.

Am Samstag hatte es wie erwartet geregnet. Auf dem Programm stand Einkaufen für die restlichen Tage und anschliessend Spielnachmittag. Beim Brändidog Spiel entstanden wie gewohnt viele lustige und spannende Momente. Da der Regen am Nachmittag nachgelassen hatte, entfachten wir erneut ein Feuer und grillierten unsere Würste. Danach vergnügten wir uns mit Gemeinschaftsspielen.

Den Sonntag, welcher ebenso mit viel Regen aufwartete, verbrachten wir im Säntispark und hatten dabei viel Spass mit den diversen Rutschen, Sprudel- und Solebäder. Danach war Pizzaessen angesagt wofür wir in eine Pizzeria zu Fuss liefen. Auf dem Rückweg erlebten wir noch einen wunderbaren Sonnenuntergang, welcher unter den dunklen Wolken durchschien.

Am Ostermontag war Hausputz und Rückfahrt mit anschliessendem Material wegräumen angesagt. Das Osterwochenende schlossen wir mit einem gemeinsamen Curry Geschnetzeltes ab.

Das Osterlagerteam

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Interessenwochenende «Schnee» vom 24.02.2017 - 26.02.2017

Mit der Idee «Aus wenig viel machen» im Kopf zogen am Freitag neun Personen Richtung Rüschegg, BE los. Mit Schneeschuhen an den Füssen und prall gefüllten Rucksäcken marschierten sie zu ihrem Bestimmungsort, einer kleinen, holzbeheizten Skihütte.

Im Schein der Stirnlampen trotteten sie im verschneiten Wald hintereinander her, bis einer bemerkte, dass sie in die falsche Richtung liefen. Nach einem kurzen Stimmungstief, sammelten die Wagemutigen all ihre Kräfte und kamen dann schlussendlich auch bei der Hütte an. Das Feuer wurde entfacht und die Stube wurde wohlig warm.

Mit dem Ziel, am Abend in einem selbergebauten Iglu zu schlafen, stand die abenteuerlustige Gruppe früh auf und machte sich auf die Suche nach einem guten Steinbruch, um Schneeblöcke zu «ernten».  Bei der geringen Schneemenge war dies gar nicht so einfach und dennoch essentiell um erfolgreich zu werden. In einer Kuhle, gut geschützt durch den Schatten einer grossen Tanne wurden sie dann auch fündig: 60 cm windgepresster Schnee! Mit geweckten Urinstinkten verbrachten die Gruppe die nächsten 6 Stunden mit sägen, schaufeln, stampfen, verspachteln, konstruieren, messen, Anweisungen geben, bauen und einschätzen. Nachdem die Frustrationstoleranz erhöht und die Geduld bei machen sehr erweitert wurde, standen am späten Nachmittag zwei prächtige Iglus. Beflügelt vom Erfolgserlebnis, übernachteten dann auch einige in ihren Iglus. Die anderen zogen sich in den Massenschlag zurück und schliefen bald darauf ein. Selber wirksam sein war wohl doch anstrengender als zuerst angenommen…

Nach einer kühlen Nacht stürzten sich die kleinen Helden über die frisch zubereiteten Pancakes und traten dann die Rückreise resp. den Rückmarsch an, der für einige nochmals eine grosse Herausforderung war. Das Interessenwochenende «Schnee» endete bei einer gemütlichen Auswertungsrunde und einen Stück Pizza.

Dani Winter 
Devrim Baylos
Angela Mathys

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Sozialpädagogenforum vom 22.02.2017

Sozialpädagogen lernen und tauschen sich aus.

Dem quartalsweise stattfindenden Sozialpädagogenforum, wurde dieses Frühjahr eine andere Bedeutung gegeben.

Die Konzeption der Sozialpädagogik legt für die pädagogische Betreuung der Jugendlichen eine aktive, eher erlebnispädagogisch orientierte Ausrichtung zu Grunde. In diesem Sinne machten sich die Pädagogen und Teamleiter an einem windigen, aber nicht zu kalten Nachmittag auf den Weg in den nahegelegenen Wald.

Über kooperative, erlebnispädagogische Übungen wurden die Mitarbeitenden durch die Teamleiter an die Fragestellung herangeführt, wie das Sozialpädagogenforum in Zukunft gestaltet und genutzt werden soll. Den Teamleitern war es ein Anliegen, die Mitarbeitenden partizipativ, mit ihren Ideen in die Gestaltung einzubeziehen.

Die Mitarbeitenden konnten den Nachmittag nutzen, viele Themen und Ideen aufs Papier zu bringen, welche in den kommenden Foren sicher zur Geltung kommen. Als positiv wurde festgestellt, dass die Mitarbeitenden im Rahmen der kooperativen Übungen die Möglichkeit hatten, in einer Art Rollenwechsel, die pädagogische Dimension der Erlebnispädagogik wie sie für unsere Jugendlichen Anwendung findet, selbst zu erfahren.

Der rege Austausch unter den Pädagogen wurde an einem Lagerfeuer bei Brot und Wurst ausklingen gelassen, doch schon bald machten sich die Teams wieder auf den Weg zum Neuhof, denn die Jugendlichen sollten bald vom Sportunterricht zurückkehren.

Teamleitungen der Wohnstufen 1-3

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Intensivpädagogisches Wochenende – IPW vom 17.02. bis 19.02.2017

Für das „intensivpädagogische Wochenende“, an welchem acht Jugendliche und vier Sozialpädagogen unterschiedlicher Wohngruppen teilnahmen, wurde gezielt eine Umgebung angestrebt, welche für die individuellen Aktivitäten – für die Erlebnispädagogik, genutzt werden konnte.

Gemeinsam begaben wir uns am Freitagabend nach einem ausgiebigen Abendessen, mit zwei Geschäftsautos - bepackt mit den notwendigen Utensilien, auf den Weg nach Himmelried.

Um 20.00 Uhr sind wir schliesslich an unserem Zielort angelangt, wobei wir uns umgehend dem ausladen der Taschen, Schlafsäcke sowie Lebensmittel aus den Autos widmeten. Anschliessend richtete jeder für sich sein „Schlafgemach“ ein, welches für die folgenden zwei Übernachtungen genutzt werden konnte. Das Jugendhaus Don Bosco beinhaltete zwei grosse Massenlager mit zehn, respektive vierzehn Schlafplätzen sowie einem separaten Zimmer mit einem Kajütenbett.

Nach dieser Sequenz versammelten wir uns alle im Aufenthaltsraum um das Programm vom Samstag zu besprechen, damit sich die Jugendlichen entsprechend der Aktivitäten orientieren und vorbereiten konnten. Die Erwartungshaltungen und Ziele von Seiten der Sozialpädagogen bezüglich der Umsetzung, wurden erst am Samstag detailliert kommuniziert.

Der restliche Abend liessen wir mit Gemeinschaftsspielen und Gesprächen ausklingen, bis schliesslich um Mitternacht die abgesprochene Nachtruhe einkehrte.

Am Samstag bereiteten die Sozialpädagogen gemeinsam einen ausgiebigen, leckeren Brunch vor und besprachen in einem geschützten Rahmen das Tagesprogramm. Um 11.00 Uhr widmeten wir uns dem Frühstücken, nachdem anschliessend die Ämtlis mit den Jugendlichen besprochen wurden. Um 12.00 Uhr haben wir uns als Gruppe versammelt und starteten vorerst mit einem Spiel, an welchem die Jugendlichen als Team/Gruppe agieren mussten. Dieses kooperative Spiel verfolgte das Ziel der Vertrauensbildung, Koope-rationsbereitschaft und dem Erwerb sozialer Kompetenz. Anschliessend widmeten sich die Jugendlichen dem Auftrag, für sich selbstständig ihre persönlichen Zielsetzungen, momentanen Befindlichkeiten sowie der Erwartungshaltung in Bezug auf dieses IPW auf ein Blatt Papier zu schreiben. Sie konnten für sich entscheiden, ob ein vertraulicher Umgang mit diesen inhaltlichen Schwerpunkten gewünscht wird, d.h. ob diese Informationen gegebenenfalls nur mit einem Sozialpädagogen besprochen und erarbeitet werden sollte.

Nach dieser persönlichen Auseinandersetzung der Jugendlichen ihrem aktuellen Thema gegenüber, wurde die Aufteilung der Gruppe mit der Begleitung der Sozialpädagogen bekannt gegeben. Um 13.00 Uhr startete jede Gruppe vom Jugendhaus aus in die schöne Natur des Kaltbrunnental. Die Erlebnispädagogik wurde durch Aktivitäten wie Biken, Wandern sowie dem Erforschen des Karstlehrpfades, welcher gekennzeichnet ist durch die Bachschwinden, Quellen und den zahlreichen Höhlen, realisiert. Während diesen Aktivitäten fanden gezielte Gespräche statt, in welchen die momentane Thematik der Jugendlichen pädagogisch aufgegriffen wurde.

Um 17.00 Uhr kehrten alle Gruppen zurück ins Jugendhaus und erzählten erfreut über die unterschiedlichen Erlebnisse und Eindrücke. Der restliche Abend gestaltete sich mit einem leckeren Abendessen, Gemein-schaftsspielen und guten Gesprächen.

Am Sonntag gestaltete sich nach einem ausgiebigen Brunch der Ablauf ebenfalls strukturiert mit Einzelge-sprächen der Jugendlichen, in welchen eine Auswertung/Evaluation stattgefunden hat. Nach diesen Ab-schlussgesprächen widmeten sich alle dem Reinigen des Jugendhauses, woraufhin wir uns um 14.30 Uhr auf den Rückweg zum Neuhof begaben.

Ziel dieses Wochenendes bestand darin, dass sich die Jugendlichen intensiv damit auseinandersetzten, welche Ziele sie in ihrem Alltag verfolgen-und in Zukunft realisieren möchten. Wichtig dabei stellen die anti-zipierten Zustände und Ereignisse dar, d.h. welche Punkte für den Einzelnen welcher Bedeutung entsprechen. Wie möchte der Jugendliche die momentane Lebenssituation gestalten, welche Anforderungen möchte er meistern, welche Fähigkeiten möchte der Jugendliche erwerben und was für Veränderungen sollen in einzelnen Lebensbereichen persönlich angestrebt werden?

Mit diesen Fragestellungen haben sie sich beschäftigt und konnten für sich grösstenteils entsprechende Strategien benennen.

Deborah Weber, Sozialpädagogin WG2

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Austrittslager Hausen 20.01.2017-22.01.2017

Der Neuhof bietet den Jugendlichen über die Zeit, in der sie betreut werden, einen Rückhalt und eine Sicherheit, was die Lebensbewältigung anbelangt. Wenn sie in die Selbständigkeit entlassen werden, gilt es, sie bestmöglich auf ganz alltägliche Aufgaben vorzubereiten, welche, in dem bis anhin geschützten Alltag, nicht real erlebt werden konnten.

In diesem Sinne führten wir mit den Jugendlichen, die den Neuhof im Sommer verlassen sollen, ein Wochenendlager im verschneiten Hausen bei Ossingen durch. An diesem Wochenende gilt es, den Jugendlichen praktisches Alltagswissen zu vermitteln. Es soll eruiert werden, was das Leben kostet, was laufende Kosten sind, was man für Steuern, Krankenkasse etc. einberechnen muss. Um nicht nur theoretische Lerninhalte zu vermitteln, wurde auf spielerische Weise eine kompetitive Übung eingeführt. Nachdem sich die Jugendlichen anhand eines Grundrisses für eine fiktive Wohnung entschieden hatten, wurde eine Liste erstellt, was bei einem Neueinzug alles gekauft werden soll. Mit dem fiktiven Budget von 2000.- sollten die Jugendlichen eine komplette Einrichtung in der Ikea zusammenstellen. Von A wie Abtrocknungstuch bis Z wie Zahnglas wurde die Ikea durchstöbert, Preise verglichen, Überlegungen zu Raumnutzung angestellt, Betten und Sessel probegesessen. Die Jugendlichen sollten dadurch eine Grössenordnung dafür entwickeln, was ein Haushalt alles braucht und was dies kostet. Auf verschiedene Weisen wurden zudem Lerninhalte zur Krankenkasse, Haftpflichtversicherung, Hausratsversicherung, Billag, etc. vermittelt. Der krönende Abschluss bildete eine Budgetaufstellung aller laufenden Lebenskosten. Nach dieser Aufgabe machte sich die ernüchternde Realitätskonfrontation mit den zu bezahlenden Posten bemerkbar. Ein gängiger Einstiegslohn nach der Lehre von zum Beispiel 4000.- mag für manchen jungen Erwachsenen nach viel aussehen. Nachdem davon die Fixkosten für Miete, Nebenkosten, Billag, Steuern, Lebensmittel, Kleidergeld, Krankenversicherung, Kautionsversicherung, Haftpflicht, Hausratsversicherung, Internet, Handykosten etc. abgezogen werden, geht das effektive Taschengeld oft gegen Null. Die ernüchternde Tatsache, dass der Monatslohn den gewohnten Lebensstandard schnell übersteigen kann, brachte die Jugendlichen ins Grübeln, in welchen Punkten gespart werden könnte. Alternativen wie die Gründung einer WG, Inventar aus Brockenhäusern, Reduktion der Handyrechnung etc. waren Beispiele, welche sich die Jugendlichen selbst ausdachten.

Wir hoffen, während diesem Wochenende, den Jugendlichen eine Weitsichtigkeit, sowie ein Bewusstsein für die Lebenskosten vermittelt zu haben, damit sie sich nach dem Austritt, aus finanzieller Sicht, im Alltag zurechtfinden können.    

Stefan Ryter, Sozialpädagoge i.A.

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