Erlebnisberichte 2018

Interessenwochenende «Schnee » vom 27. - 28. Januar 2018

Die Schweiz ist im Ausnahmezustand. Es liegt so viel Schnee wie schon lange nicht mehr und die Lawinengefahr ist deswegen enorm gross. Nur an einem Ort hat es durch die ungewöhnlichen warmen Temperaturen nur wenig Schnee; bei der Berghütte in Rüschegg. Rüschegg liegt im Gantrischgebiet, einer beliebten Langlaufdestination. Vor einem Jahr herrschten dort die perfekten Bedingungen zum Iglubauen und so entschieden wir im Dezember das diesjährige Interessenwochenende erneut in Rüschegg zu planen und reservierten die Berghütte. Es kommt jedoch selten wie geplant. Da die Hütte aber schon reserviert war und so spontan noch einen geeigneten Übernachtungsplatz zu finden, wo es zwar Schnee hat, aber die Lawinengefahr nicht so gross ist, gelang uns nicht. Also gab es eine Planänderung. Das IW-Schnee wurde verkürzt und statt Iglubauen wurde eine Schneeschuhwanderung organisiert. Zwei Jugendliche konnten sich motivieren trotz der Änderung noch mitzukommen und so fuhren wir am Freitagmittag zu dritt los.

Der Weg führte uns unter dem Hochnebel, durch den Nebel und darüber hinaus. Beim Restaurant Schwarzenbühl erwartete uns eine atemberaubende Aussicht über das Nebelmeer. Dort mussten wir das Auto parkieren und zu Fuss weitergehen. Die Esswaren packten wir in unsere grossen Rucksäcke, die schwerer und schwerer wurden. Dann stapften wir los und kamen nach ca. 40 Minuten bei der Berghütte an. Mit dem Cheminée heizten wir zuerst die Hütte richtig ein und machten es uns in der Hütte bequem. Dann war schon bald Zeit fürs Nachtessen kochen und essen. Den Abend verbrachten wir mit Kartenspielen, Geschichten erzählen, die Sterne und den Mond betrachten und Musik hören.

Am Sonntagmorgen stärkten wir uns mit Pancakes zum Brunch für den Tag. Bevor wir jedoch auf die Scheeschuhwanderung aufbrechen konnten, musste die Berghütte geputzt werden. Dies geht schnell, wenn nur drei Nasen eine Nacht dort verbringen und wenn alle drei fleissig mithelfen, geht es noch schneller. So konnten wir gegen Mittag los. Die Wanderung führte uns zuerst entlang der Langlaufloipe und danach ging es auf einem schmalen Wanderweg weiter dem Grat der Schüpfeflue entlang. Von dort aus hatten wir eine tolle Aussicht. Da die beiden Jugendlichen total unterschiedliches Lauftempo hatten, brauchte die Wanderung für alle Anwesenden viel Geduld und Nerven. Trotzdem erreichten alle das Ziel und nach zwei Stunden wandern, kleinen Snackpausen und kleineren Schneeballschlachten kamen wir wieder bei der Hütte an. Auch wenn sich die Beine langsam bemerkbar machten; wir waren noch nicht beim Auto. So schulterten wir erneut unsere Rucksäcke, genossen noch ein letztes Mal die Sonne und machten uns auf den Heimweg.

Fazit des Wochenendes: Wichtig ist nicht das Tempo, sondern dass das Ziel erreicht wird. 

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